Wärmeversorgungsgebiete
In der Karte sind die in der Allianz Regnitz-Aisch geplanten Wärmeversorgungsgebiete dargestellt. Diese Einteilung erfolgt auf Grundlage der Eignungsprüfung, der Bestands- und Potenzialanalyse sowie in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden.
Die Ergebnisse der Einteilung können dabei von den Resultaten der Eignungsprüfung abweichen. Ursache hierfür sind die zusätzlichen Erkenntnisse aus der Bestands- und Potenzialanalyse sowie aus den Gesprächen und Abstimmungen mit den jeweiligen Gemeinden.
Die Festlegung der Wärmeversorgungsgebiete mit Wärmenetzen basiert auf den vorhandenen Gegebenheiten – etwa dem Potenzial für Wärmenetze, dem Vorhandensein eines Betreibers oder der jeweiligen Siedlungsstruktur.
Der zentrale Teil Dreuschendorfs in Buttenheim wird daher als Wärmenetz-Gebiet ausgewiesen. Hier besteht bereits ein Nahwärmenetz, das zusätzliches Potenzial für eine Erweiterung bietet.
Auch in Eggolsheim existiert ein Nahwärmenetz. Im Jahr 2025 wurden mehrere Gebäude neu an das bestehende Netz angeschlossen. Eine geplante Überprüfung der hydraulischen Gegebenheiten im Jahr 2026 soll zeigen, ob eine Nachverdichtung mit weiteren Gebäuden möglich ist. Dieses Gebiet wird daher als Prüfgebiet Nachverdichtung Wärmenetz eingestuft.
Für ein Wärmeversorgungsgebiet mit Wasserstoff bestehen derzeit noch offene Fragen. Als Prüfgebiet für Wasserstoffversorgung ist ein energieintensiver Betrieb in Hallerndorf/Pautzfeld ausgewiesen. Entscheidende Faktoren hierfür sind der aktuell noch fehlende Anschluss an das Erdgasnetz – dessen Erschließung laut Unternehmensangaben jedoch geplant ist – sowie die noch ausstehende Veröffentlichung des Transformationsplans des Netzbetreibers.
Alle weiteren Teilgebiete sind als Gebiete mit dezentraler Versorgung ausgewiesen.
Teilgebiete, die derzeit mit Erdgas versorgt werden, werden voraussichtlich künftig auf dezentrale Versorgungsstrukturen umgestellt. Gebiete, die bereits heute dezentral versorgt sind, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zukünftig dezentral bleiben.
In den dezentralen Versorgungsgebieten können dennoch neue Gebäude- oder Wärmenetze beispielsweise im Rahmen von Bürgerinitiativen, privaten oder gewerbliche Investoren entstehen. Bereits vorhandene Wärmenetze dieser Art befinden sich in in Hallerndorf, Willersdorf, Dreuschendorf und Eggolsheim
Der kommunale Wärmeplan selbst ist eine strategische Fachplanung und hat keine unmittelbare rechtliche Auswirkung. Die Ausweisung eines Gebiets als Wärmenetz- oder Wasserstoffnetzausbaugebiet ist ein weiterer Entscheidungsschritt, der getroffen werden muss, um eine rechtsverbindliche Außenwirkung zu entwickeln. Dabei ist die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für ein mögliches zentrales Wärmeversorgungsgebiet notwendig, da der Wärmeplan lediglich zeigt, wo eine leitungsgebundene Wärmeversorgung sinnvoll sein könnte. Erst nach einem positiven Ergebnis dieser kann ein Gebiet rechtsverbindlich als Wärmeversorgungsgebiet für ein Wärmenetz ausgewiesen werden.
Bearbeitungsstand: 13.11.2025
